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28. Juli 2026

Das Manuskript im Fokus

Stimmung: Bisher wirklich ganz entspannt

Nach kurzer Auszeit geht es weiter mit dem Schreiben des Manuskripts. Ob ich meine Motivation wiederfinden konnte und in dieser Phase vielleicht sogar mal sowas Verrücktes wie Homeoffice möglich ist, das erzähl ich im neuen Post!

Zurück aus Kanada komme ich so langsam wieder zurück in den Arbeits-, und vor allem den Schreib-Alltag. Ich wurde ein bisschen nervös bei der Frage, ob ich denn wieder gut reinkommen würde in den Schreib-Flow. Ob es mir denn leicht fallen würde, da anzusetzen, wo ich vor der Reise aufgehört hatte. Aber tatsächlich waren diese Sorgen unbegründet. Ich wusste bereits aus Bachelor- und Masterzeiten, dass das Schreiben eigentlich weniger Aufwand war, als die Zeit im Labor. Vermutlich, weil ich mich nur noch auf die eine Sache konzentrieren und nicht wie sonst 4 Versuche am Tag gleichzeitig jonglieren, Vorträge oder Meetings vorbereiten, gescheiterte Experimente durchdenken und brauchbare Daten nebenbei auswerten und dokumentieren muss. Zudem befinden sich unsere wöchentlichen Seminare und Arbeitsgruppen-Meetings aktuell in der Sommerpause, was die Woche zusätzlich entspannt. Ich kann mich also mit all meiner Kapazität auf das Manuskript fokussieren. Und da waren die letzten Tage wirklich erfolgreich: Einleitung, Material, Methoden, Ergebnisse und Diskussion ist geschafft. Heute setze ich mich an die Figures, deren Design nicht direkt mit Schreiben zu tun hat, aber dennoch recht aufwendig sein kann. Bis nächste Woche sollen dann alle Teile des Manuskripts im Grundgerüst stehen. Wenn mein Chef nächste Woche aus dem Urlaub wiederkommt, kriegt er somit dann als Erstes mein Manuskript auf den Tisch und findet hoffentlich Zeit zum Drüberschauen und Korrigieren. Fingers crossed! Aber bis dahin werde ich noch einige Stunden in den Feinschliff investieren müssen.

Seit ich in der Endphase meiner Experimente war, träumte ich davon, dass ich in der Schreibphase endlich auch mal im Homeoffice arbeiten könnte, ein Konzept, was normalerweise in unserer Arbeitsgruppe kaum Platz findet. Wie auch?! Die Mäuse konnte ich ja schlecht mit nach Hause nehmen. Jetzt endlich hatte ich aber keine Mäuse und auch sonst keine Versuche mehr. Ist mein großer Traum von Homeoffice also in Erfüllung gegangen? Tatsächlich nein. Der Grund dafür ist, dass dann doch immer wieder Aufgaben erledigt werden müssen, die im Büro einfacher gehen: Rohdaten anschauen und nach-bearbeiten, spezielle Programme für die Erstellung von Figures benutzen, Kolleg:innen nach der Meinung fragen. Es fehlt zu Hause schlicht an Infrastruktur. Deswegen “sammle“ ich seit 4 Tagen Material, um einen vollen Homeoffice Tag zu füllen, ohne dafür auf das Büro zugreifen zu müssen. Morgen ist es soweit! Nächste Woche gibt’s dann also ein Update, wie diese Erfahrung so war, ob das Manuskript soweit fertig ist und wie mein Chef das ganze so bewertet. Tschüssi!

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