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26. August 2026

Diskussionsteil: Das Konzept fehlt noch ein bisschen

Stimmung: Es muss halt jetzt weitergehen. Lust hält sich in Grenzen.

Ich hab ganz gut was geschafft und kann eigentlich ganz zufrieden sein. Warum ich Riesen-Angst habe, mir meine selbst geschriebene Einleitung durchzulesen, erzähle ich im neuen Post.

Sooo, nachdem ich letzte Woche davon berichtete, wie ich so langsam in den Schreibflow reinkam, kann ich heute sagen: so ganz beständig ist der Schreibflow nicht. Es ist ein Wechselspiel und daran muss ich mich noch gewöhnen. Ich merke, wie ich manchmal so sehr Master in Prokrastination werde, dass ich wirklich alle noch so unliebsamen To-Dos lieber abfrühstücke, als mich weiter geduldig an die Thesis zu setzen. Und dabei bin ich erst seit 2 Wochen aktiv dran. Manchmal geht’s ganz einfach, vor allem im Home-Office, manchmal ist man wiederum für jede Ablenkung dankbar. Vor allem im Büro.

Aber jetzt mal konkret nach dem Stand gefragt: Ich habe die Einleitung geschrieben. 22 Seiten feinster Content über alle möglichen Wunder der Virologie. Das ist erstmal soweit abgeschlossen. Und irgendwie war die Freude darüber, dass dieser Teil geschafft ist, so groß, dass ich gar nicht mehr reinschauen wollte, wie ich es denn gesamtheitlich eigentlich so finde. Und mit jedem Tag der verstreicht, habe ich mehr Angst mich mit dem zu beschäftigen, was ich da die letzten Tage hingerotzt habe. Denn die Realität ist: Mir ist absolut bewusst, dass in der Einleitung noch viel Arbeit vor mir liegt. Es muss alles nochmal überarbeitet werden, alle Quellen kontrolliert werden, bestimmt habe ich Sachen vergessen oder zweimal beschrieben. Vielleicht sind bestimmte Dinge sogar falsch, ich weiß doch schließlich auch nicht immer alles.

Daher habe ich seit gestern einfach mit der Diskussion weitergemacht. 3 Seiten habe ich heute geschafft. Die Diskussion zu schreiben fällt mir ähnlich schwer (oder einfach, je nach Tagesform), allerdings mit dem schönen Ausblick, dass die Diskussion nur etwa halb so lang sein wird, wie meine Einleitung.

Wenn jemand sich gerade fragt, warum ich die Diskussion jetzt schon schreibe und nicht erst die Ergebnisse vorziehe, dann empfehle ich nochmal in den 2. oder 3. Post reinzulesen. Da erkläre ich nämlich, was der Unterschied zwischen einer Monografie und einer kumulativen Thesis ist und was man für welche Version überhaupt schreiben muss. Ob das bei mir mittlerweile feststeht? Nein, die Frage, was es am Ende bei mir wird, ist immer noch brandaktuell, ich verfasse in diesen Tagen den Antrag auf kumulative Thesis für den Prüfungsausschuss. Ob mein Chef denn dann wenigstens das Manuskript schon korrigiert hat? Auch nein. Einen Monat Zeit muss man dem Mann schon geben, so geduldig muss man sein. Die Korrekturen dann innerhalb von einem Wochenende umzusetzen, weil „wir keine Zeit haben, Laura!1!1!!“, easy, das nehmen wir mit Gelassenheit. Ich bleibe also weiterhin geduldig. Vielleicht wird mir dabei so langweilig, dass ich die nächsten Tag meine Angst überwinde und nochmal in meinen selbstgeschriebenen Einleitungs-Quark reinlese. Bis dahin!

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